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WINDSTÄRKEN
| Bft | Bezeichnung | Auswirkung am Land | Auswirkung auf See | km/h |
| 0 | still | Windstille | spiegelglatt | bis 1 |
| 1 | leiser Zug | Rauch zeigt Richtung an | kleine Kräuselwellen | 1 - 5 |
| 2 | leichte Brise | Windfahne bewegt sich | keine ausgeprägten Wellen | 6 - 11 |
| 3 | schwache Brise | Blätter werden bewegt | Kämme u. z.Teil Schaumköpfe | 12 - 19 |
| 4 | mäßige Brise | Zweige werden bewegt | verbreitet Schaumköpfe, Wimpel gestreckt | 20 - 28 |
| 5 | frische Brise | Äste und kleine Bäumchen schwanken | überall Schaumköpfe, zum Teil Gischt | 29 - 38 |
| 6 | starker Wind | starke Äste in Bewegung | große Wellen, weiße Schaumflächen | 39 - 49 |
| 7 | steifer Wind | kleine Bäume bewegen sich | See türmt sich auf, weiße Schaumstreifen in Windrichtung | 50 -61 |
| 8 | stürmischer Wind | Zweige werden abgerissen | hohe Wellenberge, dichte Schaumstreifen in Windrichtung, Gischt | 62 -74 |
| 9 | Sturm | kleine Schäden an Häusern | wie bei 8 Bft | 75 - 88 |
| 10 | schwerer Sturm | Bäume werden entwurzelt | sehr hohe See, Beeinträchtigung der Sicht durch Gischt | 89 - 102 |
| 11 | orkanartiger Sturm | starke Schäden | See völlig weiß, Luft mit Schaum u. Gischt gemischt, keine Sicht | 103 - 117 |
| 12 | Orkan | Verwüstungen | . | über 117 |
WETTERKUNDE
- Das Wetter ist beim Segeln ein wichtiger Faktor da das Antriebsmittel der Wind ist. Kurs und Geschwindigkeit werden entscheident von der Windrichtung und Stärke beeinflußt. Es ist wichtig das Wetter und den Wind richtig einzuschätzen da man sonst bei eintretendem Sturm in große Gefahr kommen kann oder bei Flaute nach Hause paddeln muß.
- Vor einem Segeltörn sollte man sich daher über die Wetterentwicklung informieren.
- Am einfachsten ist es die Vorhersage in Runfunk und Fernsehen zu beobachten.
- Besser ist es allerdings, sich bei einer ortsansäßigen Segelschule oder Seglern Informationen einzuholen, da diese sich auf Ihrem Revier gut auskennen und eventuelle Eigenheiten wissen.
- Außerdem ist es die Pflicht eines jedes Bootsführers, sich über die Position und Art von Sturmwarn-Einrichtunge zu informieren.
- Land- und Seewind:
Bei sommerlichen Schönwetter kann man an Küsten und Ufer von Seen oft thermische Winde beobachten. - Der Seewind - kommt von See und daher ein auflandiger Wind - kommt in den frühen Vormittagsstunden wenn die Sonne die Erdoberfläche rascher erwärmt als das Wasser. Der Seewind schläft gegen Mittag meist ein.
- Der Landwind - kommt von Land und daher ein ablandiger Wind. Er kommt in den Nachmittagsstunden, wenn die intensive Sonneneinstrahlung aufhört und sich das Land rascher abkühlt als das Wasser.
Diese beiden thermischen Winde können helfen wieder an Land zu kommen. Es ist aber zu berücksichtigen, daß sie nur in Ufernähe auftreten und nicht in der Mitte vom See. - Gewitter:
Ein Gewitter ist für Segler die gefährlichste Wetterentwicklung. Ein Gewitter kündigt sich meistens durch drückende Schwüle, starken Dunst und weißlich blauen Himmel an. Außerdem bilden sich vor einem Gewitter hoch aufgetürmte Haufenwolken (Cumuluswolken). Bei herannahendem Gewitter soll so rasch wie möglich ein sicherer Schutzhafen angelaufen werden.

